Schnelle Hilfe beim Autounfall

Artikel vom 05.04.2016 Service

Eine neue Smartphone App soll bei Autounfällen helfen! Die Unfallmelde-App ruft automatisch den Notruf, wenn etwas passiert. Alle Infos hier!

Was müssen die Nutzer des Unfallmeldedienstes beachten, um bei der Fahrt vom Unfallmeldedienst geschützt zu sein?
Bei jeder Fahrt müssen der Unfallmeldestecker in der 12V-Buchse mit Strom versorgt und die Unfallmelde-App auf dem Smartphone sowie die Bluetooth-Verbindung aktiv sein. Dann verbinden sich Smartphone und Unfallmeldestecker automatisch miteinander.


Ob der Unfallmeldedienst betriebsbereit ist, können Fahrer jederzeit an der Leuchtdiode des Steckers erkennen. Ist das System betriebsbereit, leuchtet die LED-Diode des Steckers dauerhaft grün. Ist der Dienst nicht betriebsbereit, blinkt der Stecker.

Wie wird ein automatischer Notruf ausgelöst?
Der Unfallmeldestecker besitzt eine Sensortechnik mit speziell entwickelten Crash-Algorithmen für die Erkennung der Schwere eines Aufpralls. Erkennt der Unfallmelde-stecker einen Unfall, sendet er diese Information an die Unfallmelde-App auf dem Smartphone des Autofahrers, die dann einen Notruf absetzt.

Was passiert nach Meldung eines schweren Unfalls?
Nach der Meldung eines schweren Unfalls wird automatisch eine Sprachverbindung zwischen der Notrufzentrale der Autoversicherer und dem Autofahrer am Unfallort hergestellt. Parallel werden den Agenten in der Notrufzentrale automatisch die Mobilfunknummer des Kunden, der aktuelle Standort des Fahrzeugs, die letzte Fahrtrichtung und das Autokennzeichen auf ihren Bildschirmen angezeigt. So können sie den Rettungsleitstellen detaillierte Informationen zum Unfallfahrzeug übermitteln.
Nach einer Auslösung werden zudem bis zu sechs weitere Positionsdaten an den Agenten übermittelt, damit dieser Fehlauslösungen – insbesondere bei Fällen ohne Sprachverbindung – besser beurteilen kann. Die weiteren Daten dienen auch dazu, die genaue Position des Fahrzeuges für eine schnelle Hilfe bestimmen zu können, sofern sich das Fahrzeug in Folge des Ereignisses noch bewegt hat. Nach Klärung der Sachlage gibt die Notrufzentrale alle für eine schnelle Hilfe notwendigen Informationen umgehend an die zuständige Rettungsleitstelle weiter.

Was passiert nach Meldung eines leichten Unfalls?
Die Meldung eines leichten Unfalls wird direkt vom Versicherer entgegengenommen, der den Fahrer in der jeweiligen Situation unterstützt.



Wie können sich Autofahrer beim Unfallmeldedienst anmelden?

Über jedes Versicherungsunternehmen, das den Unfallmeldedienst für seine Kunden anbietet. Interessierte Versicherungskunden können den Stecker, die App, die Kontokennung und den Aktivierungscode bei ihrem Versicherer erhalten.

Was kostet ein Unfallmeldestecker bzw. die Teilnahme am Unfallmeldedienst?
Die Preisgestaltung obliegt den teilnehmenden Versicherern.

Was brauchen Autofahrer, um am Unfallmeldedienst teilnehmen zu können?
Der Unfallmeldestecker kann ohne großen Aufwand in jedem Pkw betrieben werden, es gibt nur wenige technische Voraussetzungen:
– eine 12-V-Steckdose bzw. ein Zigarettenanzünder im Fahrzeug,
– ein Smartphone mit Bluetooth, einem Mobilfunkvertrag mit mobiler Datenverbindung (Internet) und einem der folgenden Betriebssysteme: Android ab Version 2.3.4 oder iPhone ab Modell 5 mit iOS ab Version 8.

Welche Daten werden vom Unfallmeldedienst gesammelt, gespeichert und übertragen?
Daten werden ausschließlich bei der Registrierung und beim Auslösen des Unfallmeldedienstes übermittelt. Um die Leistungen des Unfallmeldedienstes erbringen zu können, werden personenbezogene Daten (Kunden- und Mobilfunknummer, fahrzeugspezifische Daten wie das Kennzeichen des versicherten Fahrzeugs und technische Daten wie die Stecker-ID und das Modell des verwendeten Smartphones) gespeichert. Darüber hinaus werden lediglich Daten zu den ausgelösten Fällen verzeichnet.

Erkennt der Unfallmeldestecker einen Aufprall, versendet die Unfallmelde-App die Unfallvorgangsdaten. Der Datensatz enthält den Standort, die letzte Fahrtrichtung und Informationen über den Zeitpunkt und die Stärke des Aufpralls. Nach einer Auslösung werden zudem bis zu sechs weitere Positionsdaten an die Notrufzentrale übermittelt, damit diese Fehlauslösungen – insbesondere bei Fällen ohne Sprachverbindung – besser beurteilen kann. Diese weiteren Daten dienen auch dazu, die genaue Position des Fahrzeuges für eine schnelle Hilfe bestimmen zu können, sofern sich das Fahrzeug in Folge des Ereignisses noch bewegt hat.


Außerdem validiert die Notrufzentrale bzw. das Service-Center die Daten und nimmt ggf. weitere Informationen im Gespräch mit dem Autofahrer auf, die ebenfalls gespeichert werden.

Wie sind die Daten vor dem unbefugten Zugriff Dritter geschützt?
Grundsätzlich ist der Datenverkehr durch die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifizierte Trusted German Insurance Cloud (TGIC) entsprechend gesichert. Die TGIC ist als erste Cloud-Lösung überhaupt vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert und erfüllt damit die höchsten Sicherheitsstandards. Die Übertragung der Daten zwischen der App und der Notrufzentrale erfolgt verschlüsselt. Hierfür wird die sogenannte „Secure Socket Layer” (SSL)-Übertragung verwendet.

Dritte erhalten keinen Zugang zu den Daten der Versicherten. Einzig die Rettungskräfte und autorisierte Dienstleister, die beispielsweise einen Abschleppwagen organisieren sollen, erhalten die zu diesem Zweck nötigen Informationen (z. B. den Standort).

Noch mehr Antworten zum Unfallemeldedienst gibt es hier.


Quelle: GDV


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