Acht Jahre sind genug: „Mama Bavaria“ hört auf

Die Mama läßt ihre Kinder los.
Auf dem Münchner Nockherberg hat die niederbayerische Kabarettistein Luise Kinseher ihren letzten Auftritt als Mama Bavaria hingelegt.
Am Ende ihrer Ansprachte gestern Abend hat sie überraschend ihren Abschied verkündet.
Acht Jahre lang habe sie nun „ermahnt, getröstet, geschimpft“.
Doch „gute Eltern“ wüssten, wann es Zeit sei, loszulassen.

Unumstritten war Luise Kinseher in den vergangenen Jahren nicht.
Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) und andere waren der Veranstaltung deshalb aus Protest fern
geblieben.
Nach dem Ende ihrer Rede gestern Abend hat sie aber viel Beifall bekommen.
Wer nächstes Jahr die Politiker derbleckt, steht noch nicht fest.

Die besten Sprüche von Luise Kinseher gestern Abend:

„Friede in der CSU: Das klingt für mich noch unheimlicher wie das Schweigen der Lämmer. Markus Söder und Horst Seehofer sind jetzt befreundet!
Zwar nicht miteinander, aber es ist schon mal ein Anfang.“

„Der Markus! Wie er langsam zum Ministerpräsidenten mutiert – die angegrauten Schläfen, das mild durchwehte Lächeln, der gütige Blick, leichtes Übergewicht:
Es dauert nicht mehr lange, dann werden wir ihn drollig finden!“

„Liebe Niederbayern, ich habe eine Idee. Wählt bei der Landtagswahl im Oktober aus Protest nicht die AfD, sondern die SPD! Das wäre mal richtig revolutionär!“

„Ich glaube ja, man hat sich in ganz Deutschland nichts sehnlicher gewünscht als Horst Seehofer als Heimatminister.
Ich frag mich nur:
Wie geht es da einem Oberlausitzer?
Der Oberlausitzer denkt sich doch:
Kaum ist der Russe weg, kommt der Bayer!“