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Anti-IAA-Aktivisten bleiben bis Messeende eingesperrt

Es ist eine umstrittene Entscheidung:
Nach den Protesten gegen die IAA in München bleiben die Aktivisten erstmal in Haft – so lange, wie die Automesse dauert.
Alos bis Sonntag.
Die Kriminalpolizei Erding hatte die vorsorgliche Ingewahrsamnahme beantragt – wegen Wiederholungsgefahr.
Laut Amtsgericht Erding gibt es schon mehrere Beschwerden gegen die sogenannte Präventiv-Haft.

Am Dienstagvormittag hatten Aktivisten an mehreren Autobahnen Banner angebracht und sich teils von Brücken abgeseilt.
Betroffen war auch die A92.
Es bildeten sich teils lange Staus.
Die Polizei teilte mit, dass gegen 26 Beteiligte unter anderem wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Nötigung ermittelt werde.

IAA-Gegner kritisierten auf der Internetseite der „Aktion Autofrei“ die Präventionshaft als „illegal und unerträglich“.
Abseilaktionen über Autobahnen seien nicht strafbar.
„Freie Autofahrt ist kein Grundrecht – Versammlungen schon“, betonten sie.