Dreiviertelblut – Diskothek Maria Elend

Phantastischer Realismus in der Disko Maria Elend

Dreiviertelblut kommen mit ihrem dritten Album in den Bürgersaal Ergolding

Titelgebend für das dritte Dreiviertelblut-Album sind der Ort, an dem die Live-Aufnahmen entstanden - bei der Kapelle „Maria Elend“, sowie die erstaunliche Tanzbarkeit einiger neuen Stücke. Welcome „Diskothek Maria Elend“. Gerd Baumanns filmmusikalische Arrangements beflügeln Sebastian Horns krude Geschichten über Leben und Tod und das, was dazwischen liegt. Was als Ganzes dabei entsteht, kann ohne Übertreibung als „Phantastischer Realismus“ bezeichnet werden. Es rumpelt wild bei der Friedhofsparty mit tanzenden Untoten, im Eiscafé „Lupa di Roma“ verwandelt sich eine elegante Dame in einen blutrünstigen Werwolf, es gruselt einem in „Unter Deim Bett“, in Gedenken an die nächtlichen Ängste der Kindheit. Und in „Odlgruamschwimmer“ bedankt sich Sebastian bei seiner - damals sechs Jahre alten - Lebensretterin, die ihn als Kind vor dem sicheren Tod gerettet hat. Aus der Odlgruam. Wer Dreiviertelblut kennt, weiß, dass dem lachenden ein weinendes Auge folgt und umgekehrt. Wer diese Gefühlsschwankungen in der Disko live erleben möchte, hat am Freitag, 28. Februar 2020, ab 20 Uhr im Bürgersaal in Ergolding Gelegenheit dazu. Ein weiterer Titel des Albums lautet „Wos übrig bleibt“, ein Befreiungsschlag aus den Ketten der Gesellschaft und eine Erinnerung daran, dass wir ohne Haut alle ziemlich gleich ausschauen. Traurig düster sind die letzten Gedanken Georg Elsers in seiner Zelle - „13 Minuten“ ist ein Appell an die Menschlichkeit. „Auf und davo“ sind elegische Gedanken an die Vergänglichkeit, die am Lagerfeuer, am Bach, in ruhigen Momenten entstehen. Diskothek Maria Elend“: elf Geschichten, elf Stücke voll Wahrheit, Demut und Lebensfreude vereint auf einem Album, das seinen beiden Vorläufern logisch auf den Weg in eine neue musikalische Dimension folgt. Drei Jahre Bühnen-Erfahrung mit phantastischen Musikern waren ausschlaggebend dafür, dass das Album live eingespielt wurde und sich somit von seinen beiden Vorgängern unterscheidet. „Es geht um Dinge die uns beschäftigen. Und Dancing Queen ist es nicht“, sagt Gerd Baumann. Dreiviertelblut präsentiert heimatliche Melachonie in einer neuen Dimension: hinterfotzig, hintergründig, hochpoetisch und an vielen Stellen düster.

Karten gibt es vorab im Rock-Shop Landshut in der Inneren Münchener Straße 56, unter Telefon (0871)45132 (auch Kartenversand). Karten und weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.konzertbuero-landshut.de