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Expertin der Grünen darf nicht am Runden Tisch sitzen

Noch hat der Runde Tisch für mehr Artenschutz nicht begonnen – die Besetzung eckt aber schon an.
Es gibt Ärger um die niederbayerische Grünen-Landtagsabgeordnete Rosi Steinberger.
Die Grüne ist Vorsitzende des Umweltausschusses – darf aber nicht am Runden Tisch sitzen.
Ihr Stellvertreter von der CSU schon.
Seltsam ist das, weil vom Agrarausschuss sowohl der Vorsitzende von den Freien Wähler und der Stellvertreter von der CSU teilnehmen dürfen.
Das berichtet die DPA, der die Teilnehmerliste vorliegt.

Insgesamt umfasst diese 30 Teilnehmer.
Darunter sind Vertreter von der Staatsregierung, Umweltaktivisten und weiteren Verbänden.

„Dieser runde Tisch hat eine Unwucht. Mit dieser Besetzung legt die Söder-Regierung einen klassischen Stolperstart hin“, sagte Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann.
Die Einladung der Parteifreunde Herz, Beißwenger und Schöffel in ihren Ausschussfunktionen ohne die gleichzeitige Einladung der Grünen Umweltausschussvorsitzenden komme einer expliziten Ausladung einer anerkannten Umweltschutzexpertin gleich.
Dies lasse sich kaum mit der Ankündigung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) für einen neuen Umgangsstil vereinbaren.
„Im Gegenteil: Das ist ganz mieser Stil und wirft noch vor Gesprächsbeginn einen schwarzen Schatten auf den Runden Tisch.“