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Führerschein-Umtausch: Das müssen Sie beachten

Es ist so weit – der alte Lappen verfällt!
Die Umtausch-Pflicht für Führerschein ist ab sofort in Kraft getreten.

Grund für die Anordnung des Umtausches durch die EU-Richtlinie ist der Wunsch nach einem einheitlichen fälschungssicheren Führerscheindokument ab 2033 und einer Erfassung aller Führerscheine in einer Datenbank, um Missbrauch zu verhindern.

Dafür gibt es verschiedene  Fristen bis wann Sie ihren Führerschein umgetauscht haben müssen:
Bei Führerscheinen, die bis Ende 1998 ausgestellt wurden, werden die Besitzer nach Geburtsjahr zum Tausch gebeten.
Von 1999 bis 2013 geht es dann nach dem jeweiligen Ausstellungsjahr:

© ADAC

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Wieviel kostet der Umtausch?

Die Kosten betragen rund 25 Euro.

Wo und wie oft muss umgetauscht werden? 

Für den Umtausch ist die Führerscheinbehörde des aktuellen Wohnsitzes zuständig. Die Pkw- und Motorradklassen gelten unbefristet fort. Nur die Gültigkeit des Führerscheins wird auf 15 Jahre befristet.

 Wie hoch ist das Verwarnungsgeld bei unterlassenem Umtausch? 

Es drohen 10 Euro Verwarnungsgeld.

Muss ich auch einen Motorradführerschein tauschen und wie sind da die Fristen?

ADAC-Sprecherin Katrin van Randenborgh: „Auch der Motorradführerschein muss umgetauscht werden. Es gelten die gleichen Fristen wie für den PKW-Führerschein.“

Werden die vorhandenen Führerscheinklassen übernommen?

Jein. Sie werden in die neuen Klassen übersetzt. Das bedeutet für Autofahrer: Klasse 3 wird übersetzt zu B, BE, C1 und C1E und A1 (125er, vor dem 1. April 1980 ausgestellt). Bei Motorradfahrern wird die alte Motorrad-Klasse A (beschränkt) zur A2 (Motorleistung bis 35 kW). Für den Aufstieg von Klasse A1 über A2 zu A müssen Sie nach Ablauf von mindestens zwei Jahren eine praktische Prüfung absolvieren.