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Grünes Leben statt grauer Steinwüsten

Naturfreunde nennen sie Gärten des Grauens:
Schottergärten, die Vögeln, Insekten und anderen Tieren keinen Lebensraum bieten.
Dass es auch anders geht, zeigt der Landkreis Dingolfing-Landau.
Der hat jetzt weitere naturnahe Gärten ausgezeichnet.

Die Naturgartenzertifizierung erfolgt bayernweit und wurde vom Landwirtschaftsministerium ins Leben gerufen.
Der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel, diverse Naturgartenelemente oder die Bewirtschaftung mit Obst und Gemüse sowie Kreislaufwirtschaft durch Kompostierung oder Nutzung von Regenwasser wird der Garten bewertet.

Ein Naturgarten bedeutet nicht, der Wildnis freien Lauf zu lassen, sondern meint das bewusste Gestalten im Einklang mit der Natur. Naturnahe Gärten mit vielfältigen Lebensräumen für Tiere und Insekten, die ökologisch und ohne mineralische Düngemittel bewirtschaftet werden, sollen ein Zeichen gegen kurzgeschorenes Grün und die zunehmende Versiegelung mit Schotter, Kies und Pflaster kurz, Entfremdung der Natur sein.
Ein naturnaher Garten leistet einen Beitrag gegen den Rückgang der Insekten, Pflanzen und anderer Tierarten.
Zudem soll mit der Aktion ein Netzwerk zum Austausch geschaffen werden, wo sich die Gartenbesitzer auch selbst austauschen können.

Inzwischen wurden knapp 30 Gärten im Landkreis ausgezeichnet, etliche weitere, die bereits besucht wurden, folgen bei einer Veranstaltung im Herbst.