Handwerk sieht Volksbegehren gegen Flächenverbrauch kritisch

Jeden Tag verschwinden 13 Hektar Bayern unter Asphalt und Beton. Das entspricht 18 Fußballfeldern
Auch in Niederbayern entsteht ein Gewerbegebiet nach dem anderen, beklagen die Grünen.
Sie wollen eine gesetzliche Grenze für den Flächenverbrauch und so die Betonflut eindämmen.
Das Handwerk allerdings sieht deren Volksbegehren dazu kritisch.
Eine gesetzliche Grenze ginge zu Lasten des Handwerks, meint der Präsident des Bayerische Handwerkstags Franz Xaver Peteranderl.

Der BHT-Präsident macht klar, dass auch das Handwerk die bayerische Heimat für besonders schützenswert hält. Dass allerdings die Kommunen künftig Flächen dirigistisch zugeteilt bekommen sollen, die sie zur Bebauung verwenden dürfen, hält er für nicht zumutbar:
„Wenn Fläche zum knappen Gut wird, werden Gemeinden ihre Gewerbeflächen künftig an jene Unternehmen vergeben, von denen sie sich die höchsten Gewerbesteuererträge versprechen. Das ginge zulasten des Handwerks und der wirtschaftlichen Vielfalt Bayerns.“