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Isentaltrasse der A 94: Feier und Protest

Jahrzehnte ist geplant und protestiert worden – heute war die Eröffnung der umstrittenenen Isentaltrasse der A 94:
Ein wichtiger Tag für die Pendler, der mit viel Prominenz gefeiert wurde.
Bundesverkehrminister Andreas Scheuer und sein bayerischer Amtskollege Hans Reichhart (beide CSU) haben  die 33 Kilometer lange Strecke von Pastetten nach Heldenstein
offiziell für den Verkehr freigegeben
Das neue Autobahnstück soll die B 12 von München in Richtung Passau entlasten, das bayerische Chemiedreieck bei Altötting besser an München anbinden und die Verbindung nach Südosteuropa verbessern.

Er setze sich seit Jahren für die durchgängige A 94 ein, sagte Scheuer  anlässlich der Eröffnung bei Dorfen (Landkreis Erding).
„Heute heißt es:
Eine weitere Riesen-Lücke ist geschlossen, das Ziel ist in Sicht.“ 117 von 150 Kilometern der A94 seien nun fertig.
„Der Verkehr fließt hier nun schneller und sicher.“
Die Isentalautobahn werde „zur Lebensader für die gesamte Region“, sagte sein Kollege Reichhart.

Bürgerinitiativen und Naturschützer sehen das anders.
Der Landesvorsitzende des Bundes Naturschutz (BN), Richard Mergner, sagte, der Bau sei in Zeiten von Klimakrise und Artensterben ein besonders drastisches Beispiel für eine verfehlte Verkehrspolitik.

„Heute ist ein trauriger Tag für den Schutz des Klimas“, sagte der Vorsitzende des Verkehrsclubs Deutschland in Bayern, Bernd Sluka.
Der Ausbau der A 94 sei ein Schritt in die falsche Richtung.
Leidtragende seien die Anwohner.
Trotzdem kamen nach Behördenangaben rund 700 Menschen aus der Umgebung zum Festakt – und bekamen Brotzeit.