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Kaufkraft: Landshut bundesweit in der Spitzengruppe

Gute Nachrichten für die Bürger von Landshut.
Die Landshuter bekommen nach wie vor mehr für ihr Geld, als der Durchschnitt in Deutschland und in Bayern.
Wenige Tage vor Weihnachten bringt die Gesellschaft für Konsumforschung GfK ihre aktuelle Kaufkraftstudie heraus.
Die Stadt Landshut landet demnach mit einem Kaufkraftindex von 114,9 bundesweit in der Spitzengruppe.
Das bedeutet vereinfacht: Die als Grundlage angenommenen 100 Euro im Bundesschnitt sind in Landshut kaufkräftige 114 Euro und 90 Cent wert.
Unter den 25 kreisfreien Städten Bayerns belegt Landshut Rang vier hinter München, Erlangen und Ingolstadt.

Die Pro-Kopf-Kaufkraft vor Ort liegt in Landshut 3.500 Euro oder etwa 15 Prozent über dem Bundesschnitt, der 2018 auf 22.922 Euro klettern dürfte.

Unter Kaufkraft versteht man das verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung, inklusive staatlicher Transferzahlungen wie Renten, Arbeitslosen- und Kindergeld.
Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ist derzeit das viertgrößte Marktforschungsunternehmen der Welt.
Jährlich werden die in vielen Städten – so auch in Landshut – mit Spannung erwarteten Kaufkraftdaten für das anstehende Jahr aufwändig ermittelt und in einem bundesweiten Ranking veröffentlicht.

Besonders beeindruckend sind die Zahlen, wenn man die Landshuter Werte mit jenen der 13 deutschen Städte über 500.000 Einwohner vergleicht: Nur München mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 30.998 Euro (Platz vier bundesweit) und Düsseldorf (27.067 Euro/18.) liegen vor der niederbayerischen Bezirkshauptstadt, die im Gegenzug sogar die Bankenmetropole Frankfurt (26.265 Euro/31.) auf Distanz hält. Stuttgart (25.869 Euro/39.), Hamburg (25.242 Euro/52.) und Köln (24.498 Euro/79.) können mit der Landshuter Kaufkraft nicht Schritt halten – von Berlin, das es als 286.
nur noch auf eine Pro-Kopf-Kaufkraft von 21.033 Euro bringt, ganz zu schweigen.

Aber auch der bayerische Kaufkraft-Durchschnitt, der im kommenden Jahr bei
25.107 Euro pro Kopf prognostiziert wird, liegt um mehr als 1300 Euro unter dem
Landshuter Wert. Unter den 25 kreisfreien Städten Bayerns belegt Landshut hinter
den Großstädten München, Erlangen und Ingolstadt den vierten Rang und ist damit
die kaufkraftstärkste kreisfreie Stadt unter 100.000 Einwohnern überhaupt. Noch
besser stehen – wie gewohnt – vor allem die Landkreise in direkter Nachbarschaft
Münchens da: Gleich fünf von ihnen belegen in der deutschen Kaufkraft-Rangliste
Plätze unter den besten Acht, der Landkreis Starnberg ist mit 33.102 Euro pro Kopf
einmal mehr deutscher Kaufkraft-Meister.
Für Oberbürgermeister Alexander Putz sind diese Zahlen ein weiterer Beleg für die
Stärke der Metropolregion München im Allgemeinen und der Stadt Landshut im
Besonderen. „Für uns bedeutet das einerseits Bestätigung: Eine hohe Kaufkraft gibt
einen deutlichen Hinweis darauf, dass das Lohnniveau und der Lebensstandard bei
uns ebenfalls sehr hoch sind und es den Unternehmen gut geht. Auf diese Leistung
der Beschäftigten und Unternehmer dürfen wir alle stolz sein. Gleichzeitig legen die
Ergebnisse den Schluss nahe, dass die politischen Rahmenbedingungen passen.“

Andererseits sehe er die jüngste GfK-Studie auch als Herausforderung, sagt Putz, denn: „Regionen mit hoher Kaufkraft sind attraktiv und wirken wie ein Magnet. Ich gehe deshalb fest davon aus, dass der zuzugsbedingt starke Einwohnerzuwachs auf absehbare Zeit anhält – mit allen damit verbundenen Problemen, die wir schnell und entschlossen anpacken müssen.“
Wichtig und richtig sei deswegen, dass die Stadt im kommenden Jahr mit der Umsetzung des Schulentwicklungsplans beginne, die Verkehrsinfrastruktur kontinuierlich bedarfsgerecht ausbaue und im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten auch selbst verstärkt in den Wohnungsbau investiere, so Putz. „Wir sind uns über alle Partei- und Fraktionsgrenzen einig, dass wir wegen des starken Zuzugs mehr bezahlbaren Wohnraum brauchen. Sonst hilft die hohe Kaufkraft vielen Bürgern, die kein Wohneigentum besitzen, nicht wirklich weiter – weil sie einen immer größeren Teil ihres Geldes für die Miete ausgeben müssen oder erst gar keine erschwingliche Wohnung mehr in unserer Stadt finden.“
Dass Landshut beim Verhältnis zwischen Durchschnittseinkommen und -mieten derzeit im Vergleich mit anderen kreisfreien Städten in Bayern noch relativ gut dastehe, sei kein Grund, sich zurückzulehnen, betont Putz.