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Kindesmissbrauch über das Internet: Urteil gefallen

Ein Mann aus der Region hat über eine Webcam Kinder im Ausland sexuell missbraucht.
Heute ist einer der ersten Prozesse in solch einem Fall von Kindesmissbrauch zu Ende gegangen.
Das Urteil ist schnell gefallen, weil der 48-Jährige aus dem Landkreis Altötting ein Geständnis abgelegt hat.
Das hat sich außerdem strafmildernd ausgewirkt.
Für fünfeinhalb Jahre muss der Mann ins Gefängnis.
Ein unbeschriebenes Blatt ist 48-Jährige nicht:
Er ist schon wegen des Missbrauchs seiner eigenen Tochter vorbestraft.

Der einschlägig vorbestrafte Mann habe eine gewisse Uneinsichtigkei tan den Tag gelegt, sagte Richter Jürgen Zenkel.
Allerdings habe ihm das Internet die Taten erleichtert.
Er habe die „Leistung direkt ins Haus“ bekommen.

Die Kinder mussten den Ermittlungen zufolge vor der Webcam posieren und sexuelle Praktiken nach den Wünschen des Angeklagten ausführen.
Er soll für die Dienste über die Jahre mehr als 3000 Euro an die Mutter gesandt haben.
Insgesamt aber hatte er, wie im Prozess zur Sprache kam, gut 10 000 Euro an die Frau gezahlt.
Nach seiner Aussage war das Geld unter anderem für schulische Kosten der Kinder.

 

Zu Beginn der virtuellen Treffen waren die drei Kinder – zwei Mädchen und ein Bub – vier bis acht Jahre alt.
Die Kleinste sei aber nicht involviert gewesen, sagte der Mann zu Beginn des Prozesses.
Auch seien die von ihm gewünschten Handlungen nur angedeutet gewesen.