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Lüftungskonzept der Kultusminister für Schulen“erbärmlich“

Eltern und Kinder haben keine Lobby – das denken sich viele Mamas und Papas beim Thema Corona.
Wenn die Zahlen hoch gehen, trifft es in der Regel erstmal die Kinder – mit Schulschließungen und Maskenpflicht.
Und wenn Unterricht ist, sitzen die Schüler oft frierend im Klassenzimmer.

Als „erbärmlich“ bezeichnet der Lehrerverband das Lüftungskonzept der deutschen Kultusminister.
Verbandschef Heinz-Peter Meidinger aus Niederbayern kritisiert heftig, dass den Politikern nichts anderes einfällt, als regelmäßiges Stoßlüften zu empfehlen.
Dass die Empfehlungen dazu unterschiedlich sind, macht den Lehrerchef ebenfalls fassungslos.

Er sagt:
„Wir wissen alle, dass in einer großen Anzahl von Klassenräumen die Fenster nicht oder nur spaltweise zu öffnen sind, dass vielfach Querlüftung nicht funktioniert, weil kein Durchzug möglich ist, und vor allem dass im Winter bei Minusgraden, Starkwind und Regen Lüften problematisch ist.“

Die Ministerien seien sich nicht einmal einig darin, wie oft gelüftet werden müsse.
Die Empfehlungen schwankten zwischen zwanzig Minuten und der Anweisung, nach jeder Stunde die Fenster zu öffnen.
Für die Schüler bedeute das, mit Handschuhen und Mützen im Klassenraum zu sitzen.