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Mit Blasrohr auf der Pirsch

Suchtrupps durchkämmen weiter den Bayerischen Wald.
Rund 30 Menschen sind im Einsatz, um die Wölfe aufzuspüren.
Ausgerüstet sind die Suchtrupps mit einem Blasrohr mit Narkose-Pfeilen, einem Narkosegwehr oder mit einer scharfen Waffe.
Oberstes Ziel ist, dass die restlichen drei Wölfe lebend gefangen werden.
Aber als letztes Mittel gilt weiter der Abschuss der Tiere.
Und dazu gibt es sehr unterschiedliche Meinungen.
Die Nationalparkverwaltung meint, dass die Wölfe auf keinen Fall frei bleiben können- weil sie wenig Scheu vor Menschen haben.
Ein Wildbiologe sieht das ganz anders.
Er glaubt, dass keine ernsthafte Gefahr von den Wölfen ausgeht.

Auch Brigitte Sommer vom Verein Wolfsschutz Deutschland geht davon aus, dass die Tiere scheu auf fremde Menschen reagieren – selbst wenn die Tiere an Pfleger gewöhnt sind.
Die entlaufenen Tiere verglich sie mit gehaltenen Wolfshunden, die flüchteten, wenn sie bei Spaziergängen fremden Menschen begegneten.

Das Video eines Ehepaars jedoch zeigte zwei Wölfe, die am vergangenen Freitag an einer Bundesstraße nahe Lindberg unterwegs waren.
Sie ließen sich von dem Auto des Paares nicht beeindrucken, liefen immer wieder auf die Fahrbahn und machten einen desorientierten Eindruck.