Nach langer Zeit neue Mahlzeit

Die Schüler im Landkreis Dingolfing-Landau bekommen nach den Sommerferien einen anderen Speiseplan. Denn der Landkreis organisiert das Mensa-Essen für die Schulen neu.Bisher kocht die Landauer Krankenhausküche.Weil aber mehr Essen für externe Einrichtungen als Patienten gekocht wird, ist die Gemeinnützigkeit gefährdert – das hätte steuerliche Nachteile.Im Radio Trausnitz-Interview betonte Landrat Heinrich Trapp, dass er den Wechsel bedauert.Eltern müssen damit rechnen, dass das Schulessen minimal teurer wird, sagte uns Heinrich Trapp.Wer das Schulessen im Landkreis Dingolfing-Landau liefern wird, entscheidet sich demnächst.Ein Angebot von einem Caterer aus dem eigenen Landkreis gibt es bisher nicht.
Aktuell werden aus der Landauer Krankenhaus-Küche deutlich mehr externe Einrichtungen mit Essen bedient als Patienten. Von 117.000 Tagesportionen pro Jahr ist der Großteil – nämlich 75.000 – für Schulen, Kindergärten und andere externe Kunden bestimmt. Die Schulen des Landkreises, also die Gymnasien, die Realschulen, die Hans-Glas-Berufsschule und die Förderzentren werden ebenso beliefert wie die Grund- und Mittelschulen in Dingolfing und Landau, deren Träger die Städte sind. Zu den Abnehmern zählen außerdem einige Kindergärten, ein Seniorenheim, Anbieter von „Essen auf Rädern“ und eine Reihe weiterer Einrichtungen. „Das hat mit einer Krankenhausküche nicht mehr viel zu tun, das hat die Dimension eines Großcaterers angenommen“, sagt Johann Kerscher, geschäftsleitender Beamter am Landratsamt. Um nicht die Gemeinnützigkeit zu gefährden, was enorme steuerliche Nachteile zur Folge hätte, bietet das Donau-Isar-Klinikum künftig für externe Einrichtungen kein Catering mehr an.
Außerdem werden die Patienten der drei Häuser mittelfristig zentral aus Deggendorf mit Essen versorgt.