© Klinikum Landshut

Pfleger zeigen der Politik die Rote Karte

Nicht nur während Corona gehen Pflegerinnen und Pfleger in Krankenhäusern und Altenheimen auf dem Zahnfleisch.
Warme Worte reichen nicht, es muss mehr Personal her und eine bessere Bezahlung, fordert die Gewerkschaft Ver.di Niederbayern.
Heute und morgen zeigen Beschäftigte in Niederbayern der Politik die Rote Karte, sagt Josef Ilsanker von Ver.di.
Denn es gibt so wenig Pflegerinnen und Pfleger, dass oft keine Pausen gemacht werden können oder Mitarbeiter an ihren freien Tagen in die Arbeit geholt werden – weil Personal fehlt.

In Landshut wird heute unter anderem vor dem Klinikum protestiert.
Morgen zeigen die Pfleger vor dem Krankenhaus Eggenfelden die Rote Karte.

In den Krankenhäusern fehlen bundesweit rund 100.000 Krankenpflegkräfte, in der Altenpflege rund 115.000 Pflegekräfte, heißt es von Ver.di.
Selbst zurückhaltende Hochrechnungen, etwa ein jüngst veröffentlichtes Gutachten für das Bayerische Gesundheitsministerium, geht bis 2050 allein für Bayern von einem zusätzlichen Personalmehrbedarf für die Altenpflege von mindestens 62.000 Vollzeit-Pflegekräften aus.