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Prozess um Schwangerenmord: Polizisten schildern Einsatz

Der Prozess um die tödliche Messerattacke auf eine Schwangere in Kirchroth (Landkreis Straubing-Bogen) hat mit Zeugenaussagen von vier Polizisten begonnen.

Der Angeklagte, der ehemalige Geliebte des Opfers, schwieg am Montag vor dem Landgericht
Regensburg.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem 40 Jahre alten Angeklagten Mord und Schwangerschaftsabbruch vor.

Die Beamten schilderten den Einsatz Mitte September 2016: Als die Polizei eintraf, hätten die Rettungskräfte das Opfer bereits abtransportiert. Im Haus habe die Polizei den Ehemann angetroffen, dessen Hände und Kleidung blutbesudelt gewesen seien.
Der Ehemann habe nach Aussage der Beamten sofort vermutet, dass es sich bei dem Täter um den Angeklagten handelte, da es „in letzter Zeit immer wieder Stress“ gegeben habe, zitierte ein Beamter den Ehemann.

Das Opfer sei im Haus noch bei Bewusstsein gewesen, habe die Polizei vom Ehemann der Frau erfahren.
Sie habe nichts zum Tatablauf gesagt, sondern immer wieder um Hilfe gebettelt.
Die Frau erlag später in einem Krankenhaus ihren Verletzungen, das ungeborene Kind war
unmittelbar nach der Attacke gestorben.
Ihr Ehemann hatte die Frau gefunden und den Notarzt gerufen.

Insgesamt sind in dem Prozess zehn Verhandlungstage angesetzt.
Am Donnerstag sollte die Verhandlung fortgesetzt werden.