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Schon zwei „kritische Situationen“ mit entlaufenen Wölfen

Die intensive Suche nach den entlaufenen Wölfen im Nationalpark Bayerischer Wald läuft weiter.
Ingesamt vier Wölfe sind noch unterwegs.
Heute früh wurde einer von ihnen gesehen.
Ein Versuch ihn mit einem Narkosepfeil zu betäuben, hat aber nicht geklappt.
Zwei der insgesamt sechs Wölfe sind schon tot.
Ein Tier wurde von einem Zug erfasst, eins erschossen.
Laut der Nationalparkverwaltung wird alles getan, die Wölfe lebend zu fangen.
Mit Fallen oder Narkosegewehren.
Dass die Wölfe frei bleiben können, wird weiter ausgeschlossen.
Sie haben keine natürliche Vorsicht vor Menschen – und das könnte gefährlich werden, heißt es.
Laut der Nationalparkverwaltung gab es schon zwei kritische Situationen.

In dem Gehege bei Lindberg hatte ein Wolfsrudel mit insgesamt neun Tieren gelebt.
Sie hätten ihr gesamtes Leben in menschlicher Obhut verbracht und seien in freier Wildbahn nicht lange Zeit
überlebensfähig, erklärte die Nationalparkverwaltung.

Mehr als 30 Mitarbeiter des Parks waren in kleinen Teams sowohl mit Narkosegewehren als auch mit scharfer Munition ausgestattet seit Freitag im Gelände unterwegs.
Helfer mit Wärmebildkameras und Nachtsichtgeräten hielten nach den Tieren Ausschau.

Die Wölfe einfangen zu können, werde zunehmend unwahrscheinlicher, da sie nicht mehr im Rudel unterwegs seien, hieß es.
Sie bewegten sich allein oder zu zweit auf einer Fläche von etwa 50 Quadratkilometern.