Staatsanwalt fordert 13,5 Jahre für Frauenarzt

Im zweiten Prozess gegen einen Frauenarzt wegen des Todes seiner Ehefrau hat die Staatsanwaltschaft dreizehneinhalb Jahre Haft gefordert. Der Ankläger verlangte am Donnerstag vor dem Landgericht Landshut eine Verurteilung wegen Totschlags. Die Verteidigung soll am Freitag ihr Plädoyer halten, das Urteil wirddann voraussichtlich im Juli verkündet.Laut Anklage hatte der 57-Jährige seiner Partnerin die Rippen gebrochen, sie am Kopf verletzt und dann erstickt. Ein Gutachter hatte gesagt, dass es in der Familie schon seit Jahren Konflikte gab.Nach Ansicht des Staatsanwalts hat dann ein Streit als Auslöser zu der Gewalttat geführt.Der Angeklagte bestreitet hingegen die Tat und behauptet, seine Frau nach einem Arbeitstag im Dezember 2013 tot daheim gefunden zu haben.Er sei davon ausgegangen, sie sei gefallen und infolge des Sturzes gestorben, sagte der Arzt zu Beginn des Prozesses.Der habilitierte Gynäkologe, der früher als Chefarzt an Kliniken arbeitete und zuletzt eine Praxis in Erding betrieb, war 2015 im ersten Prozess freigesprochen worden. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil allerdings auf und verwies das Verfahren erneut an dasLandshuter Landgericht. Bevor der Prozess neu aufgerollt werden konnte, war der Mann nach Südamerika geflogen. Ende Februar wurde er ausgeliefert.