Toter Schüler: Revisionsanträge von allen Seiten

Im Prozess um den totgeprügelten Maurice aus Passau ist wohl das letzte Wort noch nicht gesprochen.
Es gibt mehrere Revisionsanträge.
Und zwar von Staatsanwaltschaft, zwei Verteidigern und den Anwälten der Eltern des toten Schülers.
In dem Prozess waren vergangene Woche die Urteile gegen die Angeklagten gefallen.
Dabei ist einer jungen Männer zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt wurden, drei sind mit Bewährungsstrafen davongekommen.

Betroffen sind die Urteile gegen die beiden 16 und 25 Jahre alten Haupttäter sowie den 15-jährigen dritten Verurteilten.
Lediglich der Richterspruch gegen einen 17-Jährigen ist nun rechtskräftig, wie das Landgericht am Freitag mitteilte.

Die Staatsanwaltschaft sowie der Vertreter des Vaters des Getöteten legten Revision gegen die Urteile gegen die Haupttäter ein.
Der Anwalt der Mutter des Opfers legte zusätzlich Revision gegen das Urteil gegen den 15-Jährigen ein.
Ebenso legten die Verteidiger des 25-Jährigen und des 16-Jährigen Rechtsmittel ein.

Der 25-Jährige war vor gut einer Woche vom Landgericht Passau unter anderem der vorsätzlichen Körperverletzung und fahrlässigen Tötung für schuldig gesprochen und zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.
Den 16-Jährigen hatte das Gericht unter anderem wegen Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt.
Die zwei weiteren Jugendlichen erhielten Bewährungsstrafen von je einem Jahr.

Der 15 Jahre alte Maurice hatte sich im April 2018 mit einem der Angeklagten zu einer Schlägerei verabredet.
Laut Anklage mischten sich Umstehende ein. Maurice wurde tödlich verletzt.