© Peter Karasch/Nationalpark Bayerischer Wald

Überraschende Studie zur Strahlenbelastung im Bayerischen Wald

Schwammerl suchen im östlichen Niederbayern ist nicht ganz ohne Risiko.
Wegen des Supergaus in Tschernobyl sind Pilze immer noch radioaktiv belastet.
Soweit so bekannt – aber jetzt gibt es eine neue Studie.

Ein Forscherteam ist durch den Nationalpark Bayerischer Wald gestapft und hat ganz genau hingeschaut.
Vor allem den Boden haben sie untersucht.
Die Ergebnisse sind selbst für die Experten überraschend.
Die meiste Radioaktivität ist weiter in den oberen Bodenschichten.
Dementsprechend hoch sind die Pilze kontaminiert.

Vor allem die Marone strahlt vor sich hin.
Erstaunt hat die Forscher auch, wie verschieden die Belastung im Nationalpark ist.

Um auch diese Zusammenhänge zu verstehen, sind weitere Forschungen notwendig.
Bis dahin sollten Pilzesammler jedoch einige Hinweise im Kopf haben.
„Zwischen Lusen und Rachel geht man besser in niedrigeren Lagen auf die Suche, im Falkensteingebiet sind Pilze in den höheren Bereichen weniger belastet.“

Generell lag die Belastung von einem Drittel aller Pilzproben über dem Grenzwert von 600 Bg/kg, die Marone weist gegenüber dem Steinpilz eine deutlich höhere Belastung auf.
„Das Risiko ist also nach wie vor da“, sagt Claus Bässler von der Uni Frankfurt
„Mit unseren Forschungsergebnissen kann nun jeder für sich abschätzen, welche Pilze aus welchen Gebieten er wie oft konsumiert und selbst sein Risiko abschätzen.“