Unfall-Atlas zeigt Unfallschwerpunkte in ganz Deutschland

Wo passieren in meiner Stadt die meisten Unfälle?

Diese Frage klärt der Unfall-Atlas der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder.
In dieser interaktiven Karte sehen Sie, wo sich wie viele Unfälle ereignet haben und welche Verkehrsteilnehmer beteiligt waren:

ERLÄUTERUNG
Unfall mit Pkw: Unfall, an dem mindestens ein Pkw beteiligt war

Unfall mit Rad: Unfall, an dem mindestens ein Fahrrad beteiligt war

Unfall mit Fußgänger: Unfall, an dem mindestens ein Fußgänger beteiligt war

Unfall mit Kraftrad (Krad): Unfall, an dem mindestens ein Kraftrad, wie z. B. Mofa, Motorrad/-roller beteiligt war

Unfall mit Sonstigen: Unfall, an dem mindestens ein oben nicht genanntes Verkehrsmittel beteiligt war, wie z. B. ein Lkw, ein Bus, oder eine Straßenbahn

Getötete: Personen, die innerhalb von 30 Tagen an den Unfallfolgen starben

Schwerverletzte: Personen, die unmittelbar zur stationären Behandlung (mindestens 24 Stunden) in einem Krankenhaus aufgenommen wurden

Leichtverletzte: alle übrigen Verletzten


Woher kommen die Daten im Unfallatlas?
Der Unfallatlas enthält Angaben aus der Statistik der Straßenverkehrsunfälle, die auf Meldungen der Polizeidienststellen basieren. In mehreren Bundesländern nimmt die Polizei die Geokoordinaten der Unfälle bei der Unfallaufnahme nicht bzw. noch nicht vollständig auf. Die jetzige Ausgabe enthält die Unfalldaten von neun Bundesländern. Sobald die Geokoordinaten der Unfallstellen in weiteren Bundesländern vorliegen, wird der Unfallatlas aktualisiert.
Was genau ist ein Straßenverkehrsunfall?
Straßenverkehrsunfälle sind Unfälle, bei denen infolge des Fahrverkehrs auf öffentlichen Wegen und Plätzen Personen getötet oder verletzt wurden oder Sachschaden entstanden ist.

Auskunftspflichtig für die Statistik der Straßenverkehrsunfälle ist die Polizei. Demzufolge sind Unfälle, zu denen die Polizei nicht gerufen wurde, in der Statistik nicht enthalten. Es werden Angaben zu Unfällen, Beteiligten, Fahrzeugen, Verunglückten und Unfallursachen erfasst.

Wie werden die Unfalldaten aufbereitet?
Die Polizei erfasst bei der Unfallaufnahme in vielen Bundesländern auch die geographischen Koordinaten des Unfallortes. Diese Unfallkoordinaten werden aufbereitet und anschließend im Unfallatlas dargestellt.

Um Unfallschwerpunkte in Karten sichtbar zu machen, werden einzelne Unfallereignisse über Straßenabschnitte zusammengefasst. Für jeden Straßenabschnitt wird ermittelt, wie viele Unfälle sich ereignet haben und der Abschnitt wird entsprechend eingefärbt. Durch Zoomen auf einen Straßenabschnitt werden die einzelnen Unfallstellen auf Straßenebene wieder als Punkte sichtbar.

Um die Unfallkoordinaten den richtigen Straßenabschnitten zuzuordnen, müssen die Daten plausibilisiert werden. Dabei werden die Unfalldaten auch mit den Straßengeometrien der amtlichen Vermessungsverwaltungen abgeglichen. So wird nicht nur die Entfernung der Unfallkoordinate zu einem Straßenabschnitt beurteilt, sondern auch, ob die von den Polizeidienststellen erhobenen Angaben zum Straßenbezeichnung (Bsp. „B54“) und zur Straßenklasse (Autobahn, Bundesstraße, Landesstraße etc.) mit den Daten der Vermessungsverwaltungen übereinstimmen.

Anschließend wird die Unfallkoordinate als ein Punkt auf dem zugehörigen Straßenabschnitt dargestellt. Daten, die den Anforderungen nicht entsprechen, werden aussortiert und nicht im Unfallatlas dargestellt. Die Quoten für eine erfolgreiche Zuordnung einer Unfallkoordinate zu einem Straßenabschnitt liegen in den einzelnen Bundesländern in der Regel bei deutlich über 90%.

Wie werden die Unfalldaten im Unfallatlas abgebildet?
Übersichtsdarstellungen bis zu einem Kartenmaßstab von 1:100.000 zeigen das Unfallgeschehen nur auf Autobahnen und Bundesstraßen. Die Länge der Straßenabschnitte, auf denen die einzelnen Unfallereignisse zusammengefasst werden, beträgt hier in der Regel fünf Kilometer.

Ab einem Maßstab von 1: 100.000 wechselt die Ansicht in eine Detaildarstellung. Hier werden die Straßen aller Klassen abgebildet. Die Länge der Straßenabschnitte beträgt in der Regel 250 Meter. Kleinere Abschnitte können sich unter Umständen in der Nähe von Kreuzungen oder an endenden Straßen ergeben.

Mit dem Wechsel von der Übersichtsdarstellung in die Detailansicht verändert sich zugleich die Einfärbung der einzelnen Straßenabschnitte. Durch die kleineren Abschnittslängen ist auch die Anzahl der Unfallereignisse pro Straßenabschnitt geringer. Die Farbgebung und die Kartenlegende werden entsprechend angepasst.

Wird noch weiter in die Karte hineingezoomt, erscheinen ab einem Maßstab von 1:50.000 die einzelnen Unfallereignisse als Punkte über dem jeweiligen Straßenabschnitt, dem sie zugeordnet wurden.