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Versuchter Mord via Skype übertragen: Anklage erhoben

Die grausame Tat ist tausende Kilometer weit weg von Niederbayern passiert.
Aber der versuchte Mord auf den Philippinen wird bald vor dem Landgericht Landshut verhandelt.
Denn angeklagt ist ein 29-Jähriger aus Altdorf.
Er soll seine Lebensgefährtin auf den Philippinen mit Würgen Schlägen und Fußtritten gegen Kopf versucht haben zu töten.
Weil ein Bekannter aus Deutschland alles via Skype mit ansieht und die Polizei verständigt, werden die Behörden auf die Tat aufmerksam.
Als der Altdorfer 2015 nach Deutschland zurückkehrte, wurde er zu den Vorgängen vernommen, machte aber keine Angaben.

Die Staatsanwaltschaft Landshut stellte daraufhin Anfang des Jahres 2016 ein Rechtshilfeersuchen an die philippinischen Behörden.
Im März 2018 wurde diese Rechtshilfe vom philippinischen Justizministerium schließlich genehmigt.
In der Folgezeit konnte dann ein Verbindungsbeamter des Bundeskriminalamts an der Vernehmung der geschädigten Lebensgefährtin teilnehmen.
Dabei bestätigte die Lebensgefährtin die massiven Angriffe.

Wegen der vorliegenden Ermittlungsergebnisse erließ im Mai 2018 der zuständige Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Landshut gegen den jetzigen Angeschuldigten einen Haftbefehl.
Der Angeschuldigte schweigt zu den Vorwürfen.