© Johanniter Ostbayern

Vorsicht bei der Pilzsuche

Es ist die Zeit der Pilzsammler.
Im Wald halten sie derzeit nach den besten „Schwammerln“ Ausschau.
Doch dabei ist Vorsicht geboten!
Die Johanniter in Ostbayern warnen jetzt vor häufigen Fehlern bei der Pilzsuche.

  1. Nur nehmen, was man genau kennt: das ist die wichtigste Regel beim Pilze sammeln. Ist man sich nicht absolut sicher zur Genießbarkeit des Pilzes, sollte er auf keinen Fall gegessen werden.
  2. Bei Unsicherheit: Rat einholen. Viele Pilzratgeber geben einen guten Überblick über die heimischen Pilze und helfen bei der Erkennbarkeit. Auch kann der Rat der Pilzsachverständigen der Deutschen Gesellschaft für Mykologie befragt werden.
  3. Kommt es trotz aller Vorsicht zu einer Verwechslung, ist rasches Handeln geboten. Bereits geringste Mengen von Pilzgiften können schwere Vergiftungserscheinungen hervorrufen, bis hin zu tödlichem Ausgang.

 

„Typische Symptome, die auch erst Stunden oder sogar Tage nach der Mahlzeit auftreten können, sind Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schweißausbrüche oder eine Gelbfärbung der Haut“, erklärt Dr. Johann Sommer, Standortarzt der Johanniter in Ostbayern. „Bei Verdacht auf eine Vergiftung sollte man sofort den Rettungsdienst rufen sowie alle Pilzreste und gegebenenfalls Erbrochenes aufbewahren“, empfiehlt der Experte. Ärzte können so die Art des Giftes feststellen lassen und die geeigneten Gegenmaßnahmen einleiten.